Port

Sherry, Madeira & Portwein

Eine einzigartige Spezialität aus Spanien bzw. Portugal sind Sherry, Madeira und Portwein. Ob als Aperitif oder als Digestif haben diese Klassiker eine unverändert große Zahl von Liebhabern.

Sherry

Die Heimat des Sherry ist Andalusien im Südwesten Spaniens um Jerez de La Frontera, Sanlùcar de Barrameda und Puerto de Santa Maria in der Provinz Cádiz. Seinen Namen verdankt der Sherry den Engländern, denen die korrekte Aussprache des Wortes Jerez einfach zu mühevoll war. Im klassischen Sinne ist Sherry ein Wein. Er ist ähnlich wie der Portwein mit Alkohol verstärkt und eine besondere Weinspezialität, die unterschiedlich ausgebaut werden kann: vom staubtrockenen, leichten Fino bis zum süßen und üppigen Cream. Man unterscheidet grundsätzlich die folgenden Sherry-Typen: Fino und Manzanilla (beide trocken, gekühlt getrunken), Amontillado (trocken bis halbtrocken), Oloroso (kräftiger) und die Cream Sherrys wie der Pedro Ximénez. Beim Bremer Weinkolleg finden Sie die Sherry der beiden großen Erzeuger Valdespino und Lustau. Die Sherry von Valdespino und Lustau zählen zu den besten Qualitäten, was die regelmäßigen, hohen Auszeichnungen der Fachpresse eindrucksvoll belegen.

Madeira

Die zu Portugal gehörende Insel Madeira liegt im Atlantik vor der marokkanischen Küste. Die Vulkaninsel mit ihren charakteristischen, terrassenförmigen Steilhängen bietet ideale Bedingungen für den Weinbau. Im 18. Jahrhundert brachten die Holländer daher große Mengen Inselwein über den Seeweg in die Neue Welt. Sie stellten fest, dass der Madeira die Seereise nicht nur gut überstand, sondern ihn in Duft und Geschmack vorzüglich veränderte. Der Madeira war geboren. Heute treten die Fässer lediglich eine symbolische Seereise an. In den sogenannten Estufas werden ähnliche Bedingungen wie auf See simuliert, die dem Madeira seinen typischen Geschmack verleihen. Eine spannende Alternative zu Sherry.
Einst im Besitz des portugiesischen Königshauses ist die alte Firma Henriques & Henriques, heute im Besitz von John Cossart. Der Vater des Briten war 53 Jahre lang Verwalter und Kellermeister des Unternehmens und wurde nach dem Tode des letzten Henriques Mehrheitsbesitzer. Mit 15 Hektar Eigenbesitz ist Henriques & Henriques der größte Traubenerzeuger der Insel und ohne Zweifel einer der besten.

Portwein

Bei Portweinen wird grundsätzlich unterschieden zwischen weißem und rotem Portwein. Der weiße Portwein wird von den weißen Rebsorten der Region erzeugt und unterscheidet sich im Süßegrad, der von "extra trocken" (extra dry, extra seco) bis "süß" (sweet, dolce) reicht. Der rote Portwein lässt sich in zwei Gruppen einteilen: Ruby und Tawny Portwein.

Ruby Portweine sind rubinrote bis lilafarbene, manchmal fast schwarze Portweine, die jung abgefüllt werden und in der Flasche reifen. In ihrer Aromatik von frischen Früchten wie Waldbeeren, Schattenmorellen usw. geprägt. Dazu gehören einfache Rubys, Late Bottled Vintage Portweine (erzeugt aus dem Wein eines einzigen Jahrgangs) und Vintage Portweine. Vintage, der „König der Portweine“, stammt aus einer Ernte, muss nach 2-3 Jahren abgefüllt werden und reift dann in der Flasche. Dabei bildet sich reichlich Depot, so dass Vintages grundsätzlich dekantiert werden sollten. Die großen Portweinhäuser deklarieren einen Vintage nur in den allerbesten Jahren.

Tawny Portwein:

Das englische Wort "tawny" meint "lohfarben" und steht für hellere, von Fassreifung geprägte Portweine. Mit zunehmender Lagerung verlieren die Tawny Portweine ihre rote Farbe, werden tabakfarben und schließlich bräunlich. Tawny Portweine sind gewöhnlich etwas schlanker als die Ruby Portweine und tendieren in ihren Aromen eher zu Trockenfrüchten wie Feigen und Datteln. Erst einmal abgefüllt, entwickeln sie sich in der Flasche nicht wesentlich weiter und sind daher für den baldigen Verbrauch bestimmt.

Beim Bremer Weinkolleg finden Sie die Portweine des berühmten Portweinhauses Ramos Pinto, wo auch exzellente portugiesische Rotweine erzeugt werden.

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Sherry, Madeira & Portwein

Eine einzigartige Spezialität aus Spanien bzw. Portugal sind Sherry, Madeira und Portwein. Ob als Aperitif oder als Digestif haben diese Klassiker eine unverändert große Zahl von Liebhabern.

Sherry

Die Heimat des Sherry ist Andalusien im Südwesten Spaniens um Jerez de La Frontera, Sanlùcar de Barrameda und Puerto de Santa Maria in der Provinz Cádiz. Seinen Namen verdankt der Sherry den Engländern, denen die korrekte Aussprache des Wortes Jerez einfach zu mühevoll war. Im klassischen Sinne ist Sherry ein Wein. Er ist ähnlich wie der Portwein mit Alkohol verstärkt und eine besondere Weinspezialität, die unterschiedlich ausgebaut werden kann: vom staubtrockenen, leichten Fino bis zum süßen und üppigen Cream. Man unterscheidet grundsätzlich die folgenden Sherry-Typen: Fino und Manzanilla (beide trocken, gekühlt getrunken), Amontillado (trocken bis halbtrocken), Oloroso (kräftiger) und die Cream Sherrys wie der Pedro Ximénez. Beim Bremer Weinkolleg finden Sie die Sherry der beiden großen Erzeuger Valdespino und Lustau. Die Sherry von Valdespino und Lustau zählen zu den besten Qualitäten, was die regelmäßigen, hohen Auszeichnungen der Fachpresse eindrucksvoll belegen.

Madeira

Die zu Portugal gehörende Insel Madeira liegt im Atlantik vor der marokkanischen Küste. Die Vulkaninsel mit ihren charakteristischen, terrassenförmigen Steilhängen bietet ideale Bedingungen für den Weinbau. Im 18. Jahrhundert brachten die Holländer daher große Mengen Inselwein über den Seeweg in die Neue Welt. Sie stellten fest, dass der Madeira die Seereise nicht nur gut überstand, sondern ihn in Duft und Geschmack vorzüglich veränderte. Der Madeira war geboren. Heute treten die Fässer lediglich eine symbolische Seereise an. In den sogenannten Estufas werden ähnliche Bedingungen wie auf See simuliert, die dem Madeira seinen typischen Geschmack verleihen. Eine spannende Alternative zu Sherry.
Einst im Besitz des portugiesischen Königshauses ist die alte Firma Henriques & Henriques, heute im Besitz von John Cossart. Der Vater des Briten war 53 Jahre lang Verwalter und Kellermeister des Unternehmens und wurde nach dem Tode des letzten Henriques Mehrheitsbesitzer. Mit 15 Hektar Eigenbesitz ist Henriques & Henriques der größte Traubenerzeuger der Insel und ohne Zweifel einer der besten.

Portwein

Bei Portweinen wird grundsätzlich unterschieden zwischen weißem und rotem Portwein. Der weiße Portwein wird von den weißen Rebsorten der Region erzeugt und unterscheidet sich im Süßegrad, der von "extra trocken" (extra dry, extra seco) bis "süß" (sweet, dolce) reicht. Der rote Portwein lässt sich in zwei Gruppen einteilen: Ruby und Tawny Portwein.

Ruby Portweine sind rubinrote bis lilafarbene, manchmal fast schwarze Portweine, die jung abgefüllt werden und in der Flasche reifen. In ihrer Aromatik von frischen Früchten wie Waldbeeren, Schattenmorellen usw. geprägt. Dazu gehören einfache Rubys, Late Bottled Vintage Portweine (erzeugt aus dem Wein eines einzigen Jahrgangs) und Vintage Portweine. Vintage, der „König der Portweine“, stammt aus einer Ernte, muss nach 2-3 Jahren abgefüllt werden und reift dann in der Flasche. Dabei bildet sich reichlich Depot, so dass Vintages grundsätzlich dekantiert werden sollten. Die großen Portweinhäuser deklarieren einen Vintage nur in den allerbesten Jahren.

Tawny Portwein:

Das englische Wort "tawny" meint "lohfarben" und steht für hellere, von Fassreifung geprägte Portweine. Mit zunehmender Lagerung verlieren die Tawny Portweine ihre rote Farbe, werden tabakfarben und schließlich bräunlich. Tawny Portweine sind gewöhnlich etwas schlanker als die Ruby Portweine und tendieren in ihren Aromen eher zu Trockenfrüchten wie Feigen und Datteln. Erst einmal abgefüllt, entwickeln sie sich in der Flasche nicht wesentlich weiter und sind daher für den baldigen Verbrauch bestimmt.

Beim Bremer Weinkolleg finden Sie die Portweine des berühmten Portweinhauses Ramos Pinto, wo auch exzellente portugiesische Rotweine erzeugt werden.